Quelle: MDR um vier
Rosen pflegen: Warum ist der Rosenschnitt im Frühjahr so wichtig?
Rosen brauchen nicht nur viel Licht und Nährstoffe, sondern auch einen regelmäßigen Schnitt, damit sie gesund und kräftig wachsen können. Gerade im Frühjahr ist der perfekte Zeitpunkt, um alte und abgestorbene Triebe zu entfernen, denn das gibt der Pflanze mehr Luft und Licht, was wiederum hilft, Krankheiten vorzubeugen. Außerdem sorgt ein gezielter Schnitt dafür, dass sich neue, kräftige Triebe bilden, die dann im Sommer besonders viele und wunderschöne Blüten tragen können. Ein gesunder Schnitt ist also entscheidend für das Wachstum und die Blütenpracht deiner Rosen.
Wie erkennst du, welche Triebe du entfernen solltest?
Es ist besonders wichtig, genau hinzuschauen, bevor du zur Schere greifst. Alte, vertrocknete oder kranke Triebe solltest du komplett entfernen, denn sie rauben der Rose unnötig Energie. Ebenso ist es sinnvoll, sehr dünne oder schwache Triebe zu schneiden, da diese oft nicht kräftig genug sind, um üppige Blüten zu tragen. Gesunde, starke Triebe hingegen solltest du nur leicht einkürzen, damit sie optimal austreiben können. So sorgst du für eine kräftige Basis, damit deine Rosen gut gedeihen können.
Rosen pflegen: Wie schneidest du deine Rosen am besten?
Beim Rosenschnitt solltest du unbedingt darauf achten, dass du eine wirklich scharfe und saubere Schere verwendest, weil unsaubere Schnitte der Pflanze schaden können. Schneide die Triebe etwa fünf Millimeter über einer nach außen gerichteten Knospe schräg ab, denn das erleichtert der Rose das Heilen und verhindert, dass sich Wasser staut. Alle abgestorbenen und schwachen Triebe solltest du am besten direkt an der Basis abschneiden. Wenn du öfterblühende Rosen hast, dann kannst du sie sogar etwas stärker zurückschneiden, damit sie im Laufe der Saison besonders viele neue Blüten bilden können.
Warum ist der richtige Rosendünger so entscheidend?
Damit deine Rosen nach dem Schnitt nicht nur gesund bleiben, sondern auch optimal wachsen, brauchen sie unbedingt die richtigen Nährstoffe. Ein spezieller Rosendünger versorgt die Pflanzen mit allem, was sie für ein kräftiges Wachstum benötigen. Er stärkt nicht nur die Wurzeln, sondern fördert auch die Blütenbildung enorm. Am besten gibst du den Dünger direkt nach dem Schnitt in die Erde, weil die Pflanze dann sofort davon profitieren kann. Außerdem ist es eine gute Idee, die Düngung im Sommer noch einmal zu wiederholen, damit deine Rosen die ganze Saison über kräftig und widerstandsfähig bleiben. Die richtige Pflege sorgt dafür, dass deine Rosen lange blühen und sich optimal entwickeln können.
Worauf solltest du beim Standort deiner Rosen achten?
Neben dem richtigen Schnitt und der passenden Düngung spielt natürlich auch der Standort eine entscheidende Rolle. Rosen lieben es sonnig, luftig und bevorzugen einen durchlässigen Boden. Staunässe solltest du auf jeden Fall vermeiden, weil zu viel Feuchtigkeit die Wurzeln schädigen und Krankheiten begünstigen kann. Falls dein Boden eher schwer ist, kannst du ihn mit etwas Sand oder Kompost durchlässiger machen. Ein gut vorbereiteter Standort hilft deinen Rosen, gesund zu wachsen und eine beeindruckende Blütenpracht zu entfalten.
Tipps vom Pflanzenarzt René Wadas
Der Pflanzenarzt René Wadas empfiehlt nicht nur, Rosen regelmäßig zu schneiden, sondern auch darauf zu achten, dass sie an einem guten Standort stehen. Denn wenn Rosen ausreichend Sonne bekommen und ihr Boden gut durchlässig ist, wachsen sie nicht nur kräftiger, sondern sind auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Mit der richtigen Pflege, dem passenden Dünger und ein wenig Geduld kannst du also wunderschöne, gesunde Rosen in deinem Garten genießen.