Dünger für den Garten

Mineralische und organische Düngung

Die Mineraldüngung richtet sich sowohl nach dem individuellen Bedarf der Pflanzen als auch nach der Nährstoffverfügbarkeit im Boden. Dabei spielen sowohl natürliche Einträge als auch unvermeidbare Verluste eine Rolle. Zudem sind organische Dünger eine wichtige Ergänzung. Um jedoch den exakten Bedarf der Pflanzen zu bestimmen, sind Bodenuntersuchungen eine hilfreiche Methode.

Mineralische Dünger für den Garten wirken besonders schnell, da sie von den Pflanzen direkt aufgenommen werden können. Ihr Nährstoffgehalt ist dabei stets homogen, was eine gezielte Dosierung ermöglicht. Im Gegensatz dazu sind organische Dünger natürlichen Ursprungs und setzen ihre Nährstoffe langsamer frei, da diese erst durch Bodenorganismen aufgeschlossen werden müssen. Dadurch ist eine Überdüngung mit organischen Düngern für den Garten nahezu ausgeschlossen.

Die Bedeutung der Düngung

Damit Pflanzen gesund wachsen können, benötigen sie essenzielle Nährstoffe. Sie nehmen sowohl Wasser als auch gelöste Mineralstoffe über ihre Wurzeln auf und nutzen sie für lebenswichtige Prozesse. Doch mit jeder Ernte gehen viele dieser wichtigen Nährstoffe verloren, die nur teilweise durch natürliche Prozesse wie Verwitterung oder biologische Zersetzung ersetzt werden. Wenn keine gezielte Rückführung dieser Nährstoffe erfolgt, verarmt der Boden allmählich, wodurch seine Fruchtbarkeit deutlich abnimmt. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Düngung unerlässlich.

Dünger für den Garten kann entweder organisch oder mineralisch sein. Beide Methoden haben das gleiche Ziel: Die Pflanzen optimal mit Nährstoffen zu versorgen, um ihr Wachstum zu fördern, den Ertrag zu steigern und gleichzeitig die Qualität der Ernte zu verbessern.

Hauptnährstoffe und Mangelerscheinungen

Die wichtigsten Pflanzennährstoffe sind essenziell für das Wachstum sowie die Widerstandskraft der Pflanzen. Ein Mangel an diesen Nährstoffen zeigt sich oft durch verschiedene Symptome.

Für das Wachstum und die allgemeine Vitalität einer Pflanze spielt Stickstoff (N) eine besonders wichtige Rolle. Fehlt dieser essenzielle Nährstoff, zeigen sich erste Anzeichen in Form von hellen Blättern, auch Chlorose genannt. Mit der Zeit können zudem braune Flecken, sogenannte Nekrosen, auftreten. Da Stickstoff maßgeblich am Zellaufbau beteiligt ist, wächst die Pflanze insgesamt schlechter, bleibt klein und wirkt kraftlos. Außerdem steigt ihre Anfälligkeit für Krankheiten, da ihr Immunsystem geschwächt ist.

Ebenso wichtig ist Phosphor (P), da er sowohl die Zellfunktionen als auch die Blütenbildung reguliert. Ein Mangel führt daher oft zu einer schwachen Blütenentwicklung. Die Blätter verfärben sich rotviolett, und das Wachstum der Pflanze bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ohne ausreichend Phosphor wirkt sie kümmerlich und geschwächt.

Kalium (K) hingegen ist für die Regulierung des Wasserhaushalts verantwortlich. Ein Kaliummangel macht sich zuerst an den älteren Blättern bemerkbar, die an den Rändern zunächst hellgrün werden, bevor sie sich schließlich braun verfärben. Obwohl die Erde ausreichend feucht sein kann, zeigen sich die Pflanzen oft schlaff und welk, da sie das Wasser nicht mehr effizient nutzen können. Kalium für Pflanzen

Auch Magnesium (Mg) ist unverzichtbar, da es als essenzieller Bestandteil von Chlorophyll direkt an der Photosynthese beteiligt ist. Ein Mangel äußert sich durch gelbe Flecken zwischen den Blattadern, während ältere Blätter zusätzlich rostbraune Flecken entwickeln.

Calcium (Ca) wiederum ist entscheidend für die Stabilisierung der Zellwände. Fehlt es der Pflanze, kommt es zu Wachstumsstörungen. Die Knospen und Blätter können sich verformen, und auf den Blättern erscheinen gelbliche bis braune Flecken. Calzium für Pflanzen

Schließlich spielt auch Schwefel (S) eine bedeutende Rolle, insbesondere für den Eiweißaufbau und den Stoffwechsel. Ein Mangel führt häufig dazu, dass die jungen Blätter der Pflanze hellgrün erscheinen. Gleichzeitig wird das Wurzelwachstum gestört, was langfristig die gesamte Pflanze schwächt. Besonders oft tritt Schwefelmangel in Böden mit hohem pH-Wert auf. Schwefeldünger

Spurenelemente

Neben den Hauptnährstoffen brauchen Pflanzen Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Kupfer, Zink, Bor, Molybdän und Chlor. Eisenmangel verursacht gelbgrüne Blätter, Bormangel führt zu abgestorbenen Langtrieben und Manganmangel lässt Blätter vergilben. Eisendünger

Vergleich von organischer und mineralischer Düngung im Garten

Beim Dünger im Garten gibt es zwei grundlegende Arten: organische und mineralische Dünger. Beide haben sowohl Vor- als auch Nachteile, weshalb es wichtig ist, die Unterschiede genau zu kennen.

Organische Dünger

Die Wirkung organischer Dünger im Garten ist eher langsam, da Mikroorganismen zunächst die enthaltenen Nährstoffe freisetzen müssen, bevor diese von den Pflanzen aufgenommen werden können. Organische Dünger im Garten bestehen aus natürlichen Nährstoffquellen wie Pflanzenresten, Tierexkrementen, Kompost oder Algen. Da sie sich langsam zersetzen, sorgen sie für eine gleichmäßige und langfristige Versorgung des Gartens mit Nährstoffen.

Vorteile:

Organische Dünger bieten zahlreiche Vorteile, die sowohl der Pflanze als auch dem Boden zugutekommen. Da sie aus erneuerbaren Ressourcen bestehen, sind sie besonders umweltfreundlich und nachhaltig. Eine seltene Anwendung reicht bereits aus, sodass sie meist nur ein- bis zweimal pro Saison ausgebracht werden müssen.

Ein wesentlicher Vorteil ist ihre lang anhaltende Wirkung, denn die Nährstoffe werden nicht sofort, sondern kontinuierlich freigesetzt. Dadurch stehen sie den Pflanzen über einen längeren Zeitraum hinweg zur Verfügung, ohne dass es zu plötzlichen Nährstoffspitzen kommt. Gleichzeitig bleibt das Risiko einer Überdüngung gering, da die Pflanzen nur die Nährstoffe aufnehmen, die sie tatsächlich benötigen.

Darüber hinaus verbessert sich durch den erhöhten Humusgehalt die Bodenstruktur nachhaltig. Die geförderte Humusbildung sorgt dafür, dass der Boden mehr Wasser speichern kann, wodurch die Pflanzen auch in Trockenperioden besser versorgt sind. Zudem werden Mikroorganismen im Boden aktiv gefördert, was wiederum dazu beiträgt, dass die Bodenfruchtbarkeit langfristig erhalten bleibt.

Dank dieser zahlreichen positiven Effekte sind organische Dünger eine ideale Wahl für eine nachhaltige und umweltschonende Pflanzenpflege.

Nachteile:

Die Wirkung ist nicht sofort sichtbar, da die Nährstoffe erst durch Mikroorganismen aufgeschlossen werden müssen. Zudem schwankt die Nährstoffverfügbarkeit, da sie von Witterung und Zersetzungsprozessen abhängt.

Arten organischer Dünger:

Kompost: Ein nährstoffreicher Humus, der aus Garten- und Küchenabfällen gewonnen wird.Dünger für den Garten

Mist (Kuh, Geflügel): Liefert eine besonders stickstoffreiche Nährstoffquelle.

Fischdünger: Enthält wertvolle Spurenelemente, die das Pflanzenwachstum fördern.

Algendünger: Versorgt den Boden mit Mikronährstoffen und verbessert die Bodenstruktur.

Knochenmehl: Reich an Phosphor und Kalzium, unterstützt es das Wurzelwachstum.

Komposttee: Ein Flüssigdünger mit aktiven Mikroorganismen, ideal zur Bodenverbesserung. Dünger mit Mikroorganismen

Pelletierte Dünger: Besonders einfach in der Anwendung und optimal für Hochbeete. Dünger kaufen

Mineralische Dünger

Im Gegensatz zu organischen Düngern wirken mineralische Dünger im Garten besonders schnell, da die Nährstoffe direkt von den Pflanzen aufgenommen werden können.

Vorteile:

Mineralische Dünger zeigen eine sofortige Wirkung, da die Nährstoffe in wasserlöslicher Form vorliegen. Außerdem kann ein akuter Nährstoffmangel kann schnell behoben werden, was vor allem bei Mangelerscheinungen hilfreich ist.

Nachteile:

Ein großer Nachteil dieser Düngemittel besteht darin, dass sie wesentlich häufiger angewendet werden müssen, da die enthaltenen Nährstoffe von den Pflanzen schnell aufgenommen und ebenso rasch verbraucht werden. Da sie nicht zur Humusbildung beitragen, fehlt zudem eine langfristige Wirkung, wodurch der Boden auf Dauer nicht nachhaltig verbessert wird.

Ein weiteres Problem stellt das hohe Überdosierungsrisiko dar. Wenn zu viel Dünger verwendet wird, können die Pflanzen Schaden nehmen, da überschüssige Nährstoffe ihre Wurzeln und Blätter verbrennen oder das Gleichgewicht im Boden stören. Besonders kritisch ist auch die Gefahr der Auswaschung: Wenn der Dünger nicht richtig dosiert oder zur falschen Zeit ausgebracht wird, können die Nährstoffe ins Grundwasser gelangen und somit die Umwelt belasten.

Zusätzlich ist die Herstellung dieser Düngemittel äußerst energieintensiv. Dabei entstehen Emissionen und andere Umweltbelastungen, die langfristig negative Auswirkungen haben können. Somit tragen diese Düngemittel nicht nur zur kurzfristigen Pflanzenversorgung bei, sondern können auch erhebliche ökologische Probleme verursachen.

Gründüngung – Eine nachhaltige Alternative

Eine besonders natürliche Methode zur Bodenverbesserung mit Dünger im Garten ist die Gründüngung. Hierbei werden gezielt Pflanzen wie Klee, Senf oder Buchweizen ausgesät. Diese werden später in den Boden eingearbeitet, wodurch die Nährstoffverfügbarkeit erhöht und das Bodenleben aktiv gefördert wird.Dünger für den Garten

Durch die richtige Wahl zwischen organischem und mineralischem Dünger im Garten lässt sich eine nachhaltige und gesunde Pflanzenversorgung sicherstellen.

Obstbäume nachdüngen

Bei eingewachsenen Obstbäumen, die in einer Obstwiese oder im Rasen stehen, ist es schwierig, jährlich zu düngen. Kompost kann nicht einfach ausgebracht und eingearbeitet werden.

Eine alternative Methode ist das Bohren kleiner Löcher im Abstand von 40 bis 60 cm rund um die Baumkrone. Diese sollten etwa 30 cm tief sein. In die Löcher kann körniger Volldünger oder Flüssigdünger eingefüllt werden. Pro Loch sollte etwa 1 Liter Flüssigdünger verwendet werden. Danach werden die Löcher mit Erde verschlossen. Der Regen sorgt für eine langsame Verteilung des Düngers im Boden, sodass die Wurzeln ihn optimal aufnehmen können. Obstbaumdünger kaufen

Beste Zeit zum Düngen im Garten

Frühjahr: Ab März oder April mit der Grunddüngung starten.

Sommer: Falls nötig, mit Flüssigdünger nachhelfen.

Herbst: Obstgärten und Weinberge mit Kompost versorgen.

Durch gezielte organische Düngung wird eine gesunde Basis für den Garten geschaffen und nachhaltiges Wachstum gefördert.