Birnengitterrost: Hast du orangene Flecken auf den Blättern deiner Birne entdeckt? Dann könnte es sich um Birnengitterrost handeln. Diese Pilzkrankheit ist nicht nur unschön anzusehen, sondern kann auch die Gesundheit deines Baumes stark beeinträchtigen.
Der Pflanzenarzt René Wadas erklärt in der Sendung “MDR um vier”, wie du Birnengitterrost frühzeitig erkennst. Er zeigt zudem, welche Maßnahmen du ergreifen kannst, um deine Birne vor einer Infektion zu schützen.
Wusstest du, dass der Chinesische Wacholder eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Birnengitterrosts spielt? Der Pilz benötigt nämlich zwei Wirtspflanzen: Im Frühjahr breitet er sich auf den Blättern der Birne aus, im Winter überlebt er auf Wacholdersträuchern.
Wenn du in deinem Garten oder in der Nachbarschaft einen Chinesischen Wacholder hast, könnte dieser also die Ursache für das Problem sein. Der Pilz kehrt jedes Jahr zurück, solange ein Wacholder als Zwischenwirt vorhanden ist.
Zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten, um deine Birne vor Birnengitterrost zu schützen.
Zunächst solltest du befallene Blätter so früh wie möglich entfernen und entsorgen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Außerdem ist es ratsam, den Abstand zwischen Birnenbäumen und Wacholdersträuchern zu vergrößern. Falls das nicht möglich ist, könnten spezielle Pflanzenschutzmittel helfen, den Pilzbefall einzudämmen.
Eine umweltfreundliche Methode, um Birnengitterrost zu bekämpfen, ist die Anwendung von Meerrettich-Sud.
Die scharfen Inhaltsstoffe des Meerrettichs sollen dem Pilz zusetzen und ihn in Schach halten. Dazu einfach Meerrettich klein schneiden, mit Wasser überbrühen und nach dem Abkühlen auf die betroffenen Blätter sprühen. Ein einfacher, natürlicher Trick, den du ausprobieren kannst.
Birnengitterrost kann hartnäckig sein, aber mit der richtigen Vorsorge und Bekämpfung kannst du deinen Birnbaum schützen.
Entferne infizierte Blätter, halte Abstand zu Wacholdersträuchern und setze auf natürliche Mittel wie Meerrettich-Sud. So bleibt deine Birne gesund und du kannst dich weiterhin über eine reiche Ernte freuen!
Quelle: MDR um vier